Portrait vor TRUDE

Huhu Trudchen! – Eine Radtour zur TRUDE und der dunklen Geschichte

Meine erste Fahrradtour im Frühling 2021 führte mich nach Hamburgs Norden zu T.R.U.D.E. und Museum der Arbeit, in Stadtpark, der KZ-Gedenkstätte Fühlsbüttel, sowie dem Helmut-Schmidt-Airport und zum Ende wieder einmal zu Hagenbeck Tierpark.

TRUDE - Akronym für Tief Runter Unter Die Elbe
TRUDE – Akronym für Tief Runter Unter Die Elbe

Fast auf den Tag genau, vor drei Jahren am 29.03.2018 habe ich mein Trenga GLR Rennrad gekauft. Vor drei Jahren lag noch Schneematsch auf den Straßen Hamburgs, dieses Mal konnte ich die ersten Frühlingssonnenstrahlen und Wärme des Jahres 2021 genießen. – Leider wohl auch die letzten in den nächsten zwei Wochen, wenn man auf die Wettervorhersage guckt.

Für diese Tour plante ich den Besuch des „Bohrers“, bzw. der „Schildvortriebsmaschine“, der die vierte Röhre im neuen Elbtunnel zwischen 1997 und 2000 bohrte – der TRUDE, oder T.R.U.D.E. (ein Akronym für Tief Runter Unter Die Elbe).

TRUDchen, du bekommst Besuch – TRUDE und Museum der Arbeit

TRUDE befindet sich als Denkmal auf dem Gelände des Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek. Auf dem Gelände finden sich neben dem Schneiderad noch weitere Exponate, die man „jederzeit“ besuchen kann. So findet man dort einen „alten“ Kran, oder auch eine Henschel Walze.

Ganz in der Nähe des Museums kann man außerdem auf einer Verkehrsinsel eine alte Hafendampflok (Dampfspeicherlok) finden, die sich ebenfalls als Fotomotiv anbietet. Auch diese gehört zu den Exponaten des Museums.

Hafendampflok (Dampfspeicherlok)
Hafendampflok (Dampfspeicherlok)

Von hier aus ging es Richtung Stadtpark – oder es sollte Richtung Stadtpark gehen. Leider hatte sich eine Baustelle zwischen Lok und Stadtpark aufgebaut, die Komoot, womit ich meine Touren plane und auf meinen Wahoo Element Roam* übertrage, selbstverständlich nicht kennen konnte, aber auch Google Maps war mir dort keine Hilfe.

Die Baustelle und der verquere Weg

Beide wollten mich durch, besser mitten in die Baustelle am Wiesendamm, die übrigens wohl noch bis Juli 2021 besteht, führen. So endete mein Weg, nach dem ich ein- zweimal im Kreis gefahren war, um die Baustelle zu umfahren (die Hoffnung bestand, dass der Roam eine Alternativrout sucht) zunächst doch an einer Absperrung. Ein Anwohner, der mich wohl aus einem Fenster beobachte, wie ich auf dem iPhone* versuchte eine neue Route zu finden, half mir und gab mir den Hinweis, wie ich doch noch der Route folgen konnte.

Man fährt auf der anderen Straßenseite auf dem „scheinbaren“ Fußweg, der für radfahrenden Gegenverkehr freigegeben ist. Das fühlt sich schon schräg an, aber richtig schräg wird es, wenn rechts neben einem auf der Straße ein Fahrradschutzstreifen erscheint, mit Radfahrern, die einem entgegenkommen. Wären auf dem „Fußweg“ nicht Schilder, die einem als Radfahrer zeigen, dass man dort fahren soll, würde man denken, man ist ein „Geisterfahrer“, der dann auch noch den Fußweg benutzt.

Der Stadtpark

Nachdem kleinen „Schreck“, na ja, Unbehagen ging es weiter zum Stadtpark und dem Planetarium. Weil ich mir nicht ganz sicher bei der Maskenpflicht war, aber auch keine Schilder an den Eingängen sah, habe ich vorsichtshalber die eine „sogenannte OP-Maske“ aufgesetzt.

Die dunkle Geschichte

Vom Stadtpark sollte es dann weiter in Richtung der dunklen Geschichte Deutschlands gehen. Zur Gedenkstätte des KZ Fuhlsbüttel. Heute befindet sich hinter dem Eingangstor zum KZ Fuhlsbüttel die JVA Fuhlsbüttel (auch Santa Fu genannt), wobei es Gefängnis an gleicher Stelle schon zu Zeiten des KZs dort gab.

Das Eingangstor ist heute kein Eingang der JVA mehr. Stattdessen befindet sich dort eine Dauerausstellung im Gedenken an die Verbrechen des Dritten Reiches und der Opfer des KZ Fuhlsbüttel. Auf Grund der derzeitigen Corona-Bestimmung ist die Ausstellung geschlossen.

Coffee To Fly – Viel zu voll

Nach dem ich einen Augenblick inne gehalten habe bin ich weiter Richtung Flughafen, oder wie er seit ein paar Jahren heißt „Helmut Schmidt Airport“ und bin einwenig an diesem bis zum „Coffee to Fly“ vorbei gefahren. Gerne hätte ich dort auch noch ein paar Bilder gemacht, aber Aufgrund der „Menschenmengen“, die sich dort befanden, habe ich darauf verzichtet und machte mich auf dem Weg Richtung „zuhause“.

Zunächst ging es durch ein bisschen Waldfläche neben dem Flughafen. Dort war ich bereits vor 1.5 Jahren entlang gefahren und hoffte noch an einem eher ruhigen „Spotterplace“ Bilder zu machen, aber auch dort haben einige das gute Wetter genutzt.

Wahoo ist verwirrt

Mein Wahoo, vielleicht dadurch, dass ich Wegpunkte ausgelassen habe, war offenbar dezent verwirrt und wollte mich „plötzlich“, bis dahin sollte ich einem Weg geradeaus folgen, als die Meldung kam, ich sollte umdrehen, um mich auf eine Route zuschicken, die mich (als ich stutzig wurde, warum ich nach dem Wenden einen Weg folgen sollte, der für mich keinen Sinn ergab) Richtung Norderstedt geschickt hätte. Wäre ich an der Stelle, als der Wahoo meldete, ich solle umdrehen, geradeaus gefahren, wäre ich an dem Ziel angekommen, an dem ich letztlich mit Hilfe von Google Maps ankam.

Die vielleicht „kleinste“ U-Bahnstation Hamburgs – Hagendeel

Da ich nun an einem Punkt war, an dem ich den Weg schon einigermaßen kannte und wusste, wohin ich fahren müsste, fuhr ich weiter nach Niendorf, durch das gleichnamige „Gehege“ (Niendorfer Gehege) ein Stück an der Kollau entlang zur kleinen, vielleicht auch kleinsten „U-Bahnstadion“ Hamburgs, der Station Hagendeel. Gerade einmal 2800 Ein- und Aussteiger nutzen die Station werktäglich.

TrengaDe-Rennrad vor U-Bahnstation Hagendeel
U-Bahnstation Hagendeel

Nächster Halt – Hagebecks Tierpark

Und wenn es schon auf der Route nach Hause liegt, darf ein Stopp bei Hagenbeck nicht fehlen. – Nein, dieses Mal habe ich leider kein Bild für die Giraffe. 😉 Dort saßen Personen, die vielleicht mit aufs Bild gewollt hätten.
Dafür habe ich zwei Bilder vor dem Tropenaquarium, bzw. der Pagode neben dem Haupteingang.

Bis zum nächsten Mal

Und das war es auch schon wieder für dieses Mal. Neue Touren auf die ich dich mitnehmen möchte, sind, wenn das Wetter und die Zeit es zulassen bereits geplant. 😃

Wenn du der Tour auch folgen möchtest, habe ich sie auf Komoot (ohne meine Umwege) für dich hinterlegt. Im Anschluss gibts die Tour noch auf Strava, denn was nicht auf Strava ist, ist nie passiert. 😉

Dein

Autogramm von HoernRockz