yuilop Android-App

Mit yuilop kostenlos SMS verschicken, bis die Energie ausgeht!

yuilop Android-App
yuilop Android-App

Kostenlos eine SMS verschicken? Das wünschen sich viele.
In Zeiten der SMS-Flatrates und mobilen Internetflatrates, die man mit dem Smartphone in Verbindung diverser Messengerdienste nutzen kann, mögen es immer weniger werden, aber dennoch möchte man oder muss man hier und da eine SMS senden.

Ich habe eine kostenlose Möglichkeit gefunden, wenn ihr im Besitz eines Smartphones mit Android als Betriebssystem seid.
Smartphone-Besitzer mit iOS (Apple iPhone), BlackBerry, Symbian oder Windows Phone 7 müssen noch etwas warten, werden aber auch bald bedient.
Wer den Artikel aufmerksam liest, findet noch ein Goody für die Leser von NYC-Hennes-Welt. 😉

Aber wer bietet jetzt kostenloses SMSen (oder sagt man besser simsen, ich mag das Wort simsen nicht) an und wie kann ich es nutzen?

Anbieter ist die Firma yuilop s.l. kurz auch yuilop, die laut Impressum aus dem spanischen Barcelona stammt.

Um yuilop, wie auch immer man das aussprechen mag, nutzen zu können, müsst ihr nur aus dem Market die gleichnamige App laden und installieren.

Registrierung

Nach dem ersten Start verlangt die App, dass ihr euch mit eurer in dem Smartphone eingelegten Mobilfunknummer bei dem Anbieter registriert.
Bei dem von mir verwendeten Smartphone einem Sony-Ericsson x10i mit Android 2.1 wurde die Nummer automatisch angezeigt und ich musste sie nur noch absenden. – Achtung, an dieser Stelle weiß ich nicht, ob die App eine SMS zu dem Anbieter hierfür sendet und wenn ja, welche Kosten entstehen. Leider bietet der Anbieter selbst hierzu keine Informationen in den F.A.Q und mein Mobilfunkanbieter Alice, dessen SIM ich in meinem x10i habe, zeigt mir erst in ein paar Tagen an, ob ich eine SMS verschickt habe.
Von anderen Apps ist mir aber bekannt, dass diese eine erste Status-SMS versenden.
Update: Laut Amelies Hinweis, Mitarbeiterin von yuilop, in den Kommentaren entstehen keine Kosten für den Empfang.

Nachdem ihr eure Nummer registriert habt, erhaltet ihr eine SMS mit einem Code, mit dem ihr die Registrierung zunächst einmal abschließen könnt. Wie auch schon bei der Rufnummer, erschien dieser Code automatisch in der App, nachdem bei geöffneter yuilop-App einen Augenblick gewartet wurde.

Weitere Registrierung: Name und Anschrift, sowie Geburtsdatum

Anschließend verlangt yuilop die Eingabe des Namens, der Anschrift und es Geburtsdatums.
In der Zeit des großen Verlangens von Datenschutzes ist dies sicher für viele eher fragwürdig.

Ich gab zwar meine Daten an, allerdings die meines Postfaches, es stand nichts von Hausanschrift. Die hätte es bei mir auch nicht gegeben. 😉

Jetzt sollte man in der App sein, aber kann noch keine kostenlose SMS versenden.
Allerdings kann man an dieser Stelle bereits mit weiteren yuilop-Usern, sofern ihr diese unter euren Freunden habt und diese in der Kontaktliste eures Smartphones stehen, in Kontakt treten.

Eigene SMS-Nummer, um kostenlos SMS versenden zu können

Um kostenlos SMS versenden zu können, benötigt ihr „y+“ von yuilop, welches eine eigene deutsche virtuelle Mobilfunknummer zum SMS-Empfang mit der yuilop-App enthält. (Es kann sein, dass ihr, sofern ihr den Dienst nicht mit einer deutschen SIM eine ausländische Mobilfunknummer erhaltet.)

Um y+ zu erhalten, ist wiederum einen Aktivierungscode nötig, diesen könnt ihr erhalten, in dem ihr über die App zum Beispiel eine Einladungs-SMS versendet. – Achtung, es scheint an dieser Stelle so zu sein, dass diese SMS über direkt über eure eingelegte SIM versendet wird. Es werden also an dieser Stelle Kosten entstehen.
Update: Auch hier der Hinweis in den Kommentar von Amelie, yuilop.

Alternativ scheint es wohl die Möglichkeit zu bestehen, dass man Freunde über z.B. Facebook aus der App heraus einlädt, oder aber durch die Community mit Hilfe des folgenden Link http://yuilop.com/de/plus-aktivierungscode/, sich einen Aktivierungscode zu senden lässt.

Update, 16.03.2011

Dank Amelie, von yuilop, die meinen Artikel gelesen hat und in den Kommentaren anschließend schrieb (der sollte unbedingt gelesen werden), darf ich an  100 Leser einen Aktivierungscode für y+ vergeben.
Nach Installation gebt ihr einfach “nychenne” unter “ich habe einen Aktivierungscode“ ein und anschließend erhaltet ihr die y+-Version für SMS und die eigene Mobilfunknummer. 🙂

SMSen so viel bis euch die Energie ausgeht!

yuilop Android-App
yuilop Android-App

Habt ihr jetzt eine eigene virtuelle Mobilfunknummer, die vom Vorwahlbereich im Netz von E-Plus des virtuellen Netzbetreibers (MVNO) vistream liegen dürfte (01570) und damit keine Sonderrufnummer sein sollte (Gewähr gebe ich aber nicht, allerdings wurde bei einem Test mit einer Prepaidkarte an die Nummer nur der Wert einer Standard-SMS angebucht), könnt ihr auch schon loslegen und, wie der Anbieter yuilop es so werbewirksam schreibt, „unbeschränkt viele Gratis-SMS“ versenden.
Na ja, eigentlich nur so lange, wie bei euch die Energie reicht.

Energie

Mit Energie ist allerdings nicht die eures Akkus gemeint, sondern es handelt sich um die, ich nenne es einmal so, virtuelle Währung der yuilop-App.

Beim ersten Start der App mit y+ erhaltet ihr 50% Energie (zumindest zum Zeitpunkt des Reviews).

Habt ihr genug Energie könnt ihr SMS versenden.
Jede SMS scheint, so war es bei einem Test bei mir, 5%-Punkte Energie zu kosten.

Ihr könnt die Energie steigern, in dem ihr
– entweder SMS auf eurer yuilop-Mobilfunknummer erhaltet (hierbei scheint man pro empfangener SMS 9%-Punkte Energie zu erhalten)
– Apps, die euch die yuilop in den Einstellungen anbietet, ladet, installiert und mindestens einmal ausführt (bei meinem Test waren drei Apps vorhanden und es gab 8%-Punkte pro geladener, installierter und einmalig gestarteter App)
– oder wohl Daten von euch preisgebt, so steht es zumindest in den F.A.Q des Anbieters, wie viele Prozentpunkte es gibt, kann ich nicht sagen).

SMS senden und empfangen

Zunächst vorweg ein paar Informationen, die vielleicht nicht jedem klar erscheinen.

Der Empfänger eurer SMS muss weder ein Smartphone mit Android besitzen, noch die App installiert haben. Ihr könnt an alle Handys mit einer Mobilfunknummer, egal welches System dieses benutzt, SMS verschicken.

Ebenso muss jemand, der euch eine SMS sendet, weder die App installiert haben, noch ein Android-Smartphone nutzen. Jedes Handy mit einer funktionsfähigen Mobilfunk-SIM kann euch an eure yuilop-Mobilfunknummer eine SMS senden. – Dafür bekommt ihr im Gegenzug Energie.

Senden

yuilop Android-App
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Habt ihr also genug Energie, könnt ihr eure erste externe SMS versenden (interne gehen wohl auch ohne Engerie), in dem ihr auf die „Sprechblase“ klickt und dann auf „Neue Unterhaltung starten“.

Anschließend müsst ihr die Nummer des Empfängers händisch eingeben, oder den Namen des Empfängers, wie er bei euch im Smartphone gespeichert ist.

Im folgenden könnt ihr dann eure SMS eingeben. Zu erwähnen ist, dass pro SMS maximal 160 Zeichen möglich sind. Überlange SMS, wie man sie sonst kennt, sind nicht möglich und es müsste eine zweite SMS begonnen werden.

Empfangen

Schreibt euch jemand eine SMS bemerkt ihr dies anhand eines Signaltones und der Empfang wird euch je nach Android-Smartphone zusätzlich in der Statusleiste angezeigt.

Anschließend muss die App nur noch geöffnet werden, die SMS lesen und ihr könnt aus der App heraus antworten.

Wie finanziert sich das Projekt?

Dies scheint mir noch nicht ganz klar zu sein. Zunächst scheint sich die Firma yuilop von Werbung, die in der App erscheint, zu finanzieren.

Die virtuelle Mobilfunknummer mit der Vorwahl 01570, die yuilop selbst vergibt, dürfte keine Sonderrufnummer sein, sondern ist im E-Plus-Netz vistream-Netz (einem virtuellem Netzbetreiber, der seine Dienste über das E-Plus-Netz verwirklicht) geschaltet. Daran sollte sich also nichts verdienen lassen.

Ich weiß allerdings noch nicht, ob meine Registrierung-SMS an eine Sonderrufnummer ging, die dann entsprechend kosten wird.

Weiterhin könnte es auch sein, dass yuilop anhand des Verkaufes der Daten, die sie über die App ermitteln, Geld verdienen.

Der Anbieter gibt in seinen „F.A.Q. – Datenschutz“ nur folgendes an:

Wir haben viel Mühe und Überlegung in die Sicherheit deiner Daten gesteckt, damit sie einzig und allein deine Daten bleiben. Unser Datenschutzkonzept erfüllt die strengen europäischen Datenschutzbestimmungen, aber auch unsere eigenen moralischen Anforderungen.

Fazit

Für alle Sparfüchse ohne SMS-Flatrate, dafür aber mit Internetflat scheint die App genau das richtige zu sein.
Wer viele SMS empfängt, der kann auch entsprechend viele SMS versenden.

Allerdings muss man seinen Freunden eine weitere Mobilfunknummer geben, die sich diese merken müssen. Man muss sich fragen, ist es das wert? – Ich finde bis zu diesem Punkt schon.

Die yuilop-App selbst lässt sich, bis auf wenige Ausnahmen, ich musste einige Minuten suchen, bis ich y+ freischalten konnte, intuitiv nutzen.

Aber man muss sich auch fragen, was passiert mit meinen Daten, wie werden die genutzt?

Ist es wirklich alles kostenlos?
Über die SMS zum Einrichten der App findet man keine Hinweise, ob sie kostenlos ist, oder nicht.

Die F.A.Q geben, wie erwähnt zu diesen Fragen keine Antwort.

Zum Thema Kosten werde ich euch auf dem Laufenden halten, ebenso werde ich informieren, wenn die App für das iPhone und nach Bekunden von yuilop für iPod und iPad, also iOS zur Verfügung steht.

Und ihr?

Was haltet ihr von yuilop?

Solltet ihr die App schon nutzen, oder nutzt sie auf Grund dieses Artikels, würde ich und sicher auch die anderen Leser gerne eure Erfahrungen lesen.

(Artikel Inspiration via)