Lust auf IDAHO 2010? [Update]

IDAHO LogoWas zunächst klingt wie ein Trip in einen Bundesstaat im Nordwesten der USA, meint aber diesen Mal eine Abkürzung für eine Initiative zum internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie.
So ist dann auch kein Wunder, dass die Abkürzung aus dem Englischen zu übersetzen ist und ausgeschrieben: „International Day Against Homophobia (and Transphobia)“ bedeutet.

IDAHO wird seit 2005 jeweils am 17. Mai eines Jahres begangen und ist in Erinnerung des Tages gewählt worden, als die WHO (Weltgesundheitsorganisation) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel strich. Dies war der 17. Mai 1990.

Zufällig ergeben sich allerdings auch Parallelen zum Paragraphen 175 des Strafgesetzbuches, welcher vom 01. Januar 1872 bis zum 11. Juni 1994 sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe stellte (vgl. §175-Erklärung Wikipedia), weshalb der 17. Mai bereits vor 1990 bzw. 2005 schon spöttisch als „Feiertag der Schwulen“ im deutschen Volksmund bezeichnet wurde.

Ziel des Tages, so ist zum Beispiel bei Wikipedia nachzulesen, sei es von Beginn an, internationale Aktivitäten zu koordinieren und Respekt für Lesben, Schwule und Transsexuelle einzufordern.

So gibt es dieses Jahr einen Appell an die Religionen welche man auf den internationalen Seiten des IDAHO unterzeichnen und ausdrucken kann.

IDAHO - International Day Against HomophobiaAls sichtbares Zeichen sind in allen Orten der Welt, zum Beispiel Groß- und Hauptstädten eines Landes, ein Flashmob mit einem Kiss-In, wie in dem Video unterhalb des Artikels zu sehen ist, geplant.
Bei dem Flashmob am 17. Mai 2010 zum IDAHO können und sollen sich, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Heterosexuelle, egal welche Hautfarbe, Nation, sexuelle- oder politische Einstellung solange sie möchten auf einem öffentlichen Platz innerhalb eines Flashmobs, egal ob es 10 Leute oder 1000 Personen sind, küssen.

Laut Gays.com, die diese Aktion mit dem Komitee von „IDAHO“ planen, sind zum Beispiel Aktionen in Frankreich, Großbritannien, Peru, Kanada und den USA bereits organisiert, nur Deutschland fehlt nach dem Plan, den man hier einsehen kann, noch.
Einzig die Jenaer IDAHO-Gruppe scheint ein Festival geplant zu haben. – Mehr konnte ich leider nicht bei einer Suche finden.
Wer also in einer Großstadt, Kleinstadt oder wo auch immer wohnt und Lust auf einen Flashmob für eine gute Sache hat, der könnte ja noch kurzfristig ein Kiss-In-Flashmop planen und dann Gays.com melden.

[Update]Durch die Pressemitteilung von Gays.de, einer jungen Internet-Community für Schwule, die sich auf deutscher Seite um die Belange des Kiss-In Great Global Kiss-in – Die Aktion zum Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai 2010kümmert, wurden wir darauf aufmerksam, dass bereits bestätigte Termine und Orte auf Facebook in der dafür eigens eingerichteten Gruppe GreatGlobalKissin zu finden sind.
Außerdem findet ihr tagesaktuelle Informationen zum Kiss-In auf Twitter unter @GlobalKissin.

Des Weiteren wird die große Aktion in Deutschland von Organisationen wie dem Schwulen Netzwerk NRW e.V. Maneo-Team aus Berlin mit ihrem „Kiss Kiss Berlin“ unterstützt.

Die Gays.de-Pressemitteilung haben wir euch im Anschluss an unseren Artikel als pdf-Dokument angehängt.[Ende Update]

Wer keinen Flashmob planen möchte, oder kann, findet auf den Seiten von Gays.com noch die Möglichkeit ein Video zu drehen.
Lacht für dieses Video einfach in die Kamera und sagt:

„Hi, my name is … I come from …

***Kiss***“

Dann zum Beispiel das Video auf Youtube hochladen und auf den IDAHO-Day hinweisen und/oder eine E-Mail an Gays.com senden.
Die E-Mail-Adresse findet ihr auf der verlinkten Seite.

Für die Idee zu diesem Artikel möchte ich KangarooMusique danken.
Ich muss zugeben, dass ich, bis ich bei KangarooMusique davon las, den Tag nicht kannte.