| Für Phillip... |
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| Geschrieben von: Hendrik Hansen | |||||||||
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(Aus dem Englischen übersetzt) Am 01. Juli 2008 um 0.52 Uhr mit gerade neunzehn Jahren musste ich dich, meinen Bruder in eine Welt gehen lassen, in die ich noch nicht darf. In dieser Dienstagnacht kurz vor ein Uhr hast du beschlossen, nicht mehr leben zu wollen. Wir zwei waren immer unzertrennlich. Alle, die uns kannten, sagten, wir seien wie Zwillinge oder Klone, so ähnlich sahen wir uns und so ähnlich waren wir uns. Als wir klein waren und wir noch fast die gleiche Frisur trugen, konnten uns viele nicht unterscheiden. Am Telefon war es dann ganz aus, da klangen wir so gleich, dass man nie wusste, wer von uns den Hörer abnahm. Aber lass mich am Anfang beginnen. Am 14. Mai 1989 bist du, wie auch ich später, in New York, NY in einer Privatklinik geboren worden, von einer Frau, die nicht unsere Mutter war, aber uns doch so nahe stand. Paps soll schon bei dir furchtbar aufgeregt gewesen sein, schließlich warst du sein erster Sohn, der geboren werden sollte und unsere Mom erst. Sie war während der Schwangerschaft jeden Tag bei der Frau, die uns geboren hat. So wenig Mom uns manchmal ihre Gefühle anvertrauen kann, so sehr hat sie sich über dich gefreut. Gleich nach deiner Geburt bist du dann zu Mom und Dad in unser Apartment in New York gezogen. Dad hat mir erzählt, wie viel Mühe sie sich gegeben haben, dein Zimmer vor deiner Geburt einzurichten. Als sie mit dir das Zimmer betraten, sollst du gelächelt haben. Es muss dir also gefallen haben. Du warst das erste Mal zuhause. Auf den Bildern, die wir uns einmal angesehen haben, war das so ein richtig verspieltes Zimmer. - Wenn wir unsere Eltern heute sehen, können manchmal gar nicht glauben, dass alles auch anders sein kann. Fast ein Jahr warst du alleine in diesem Zimmer. Hätte ich es nicht so eilig gehabt zu dir zu kommen, wäre es auch rund ein Jahr gewesen, bis ich bei dir gewesen wäre. Die Frau, die uns geboren hat, war selbst ganz überrascht. Weil Mommy und Daddy nicht so früh mit mir gerechnet haben und der Umzug nach Deutschland geplant war, ist mein Zimmer zu der Zeit noch nicht eingerichtet gewesen. Nachdem ich aus der Klinik kam, bin ich dann mit in dein Zimmer gekommen. Als du mich das erste Mal gesehen hast, sollst du wieder gestrahlt haben. Du sollst wie in einem Reflex deinen Arm zu mir gelegt haben. Ab diesem Tag waren wir eigentlich unzertrennlich. Wenn uns einer im Babyalter trennte, fingen wir beide an zu weinen und später erst recht. Die Leute fanden das natürlich sehr süß, dass Babies so aneinander hängen konnten, aber für uns war es bestimmt Stress pur, wenn man uns trennte. |



