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Seite 1 von 3 Lange habe ich in der Rubrik "Was geht..." nichts mehr geschrieben, nun ist es endlich so weit.
Dieses soll eine nachdenkliche Rubrik sein, so mit möchte ich auch dieses Mal etwas aus der Vergangenheit schreiben, was mich noch heute beschäftigt und nachdenklich macht.
Auch bei dieser Geschichte gehe ich zurück in das Jahr 2001, allerdings nicht in den September 2001, sondern den April/Mai des gleichen Jahres. Ich möchte euch über den Tod eines Menschen berichten, den ich nur kurz - im Gegensatz zu anderen Menschen in meinem Bekanntenkreis - kannte, dafür beschäftigt mich sein nicht mehr Dasein bis heute.
Ich lernte Hendrik (er hatte den gleichen Vornamen wie ich) 2000 in einem Frisörladen kennen. Er begann zu der Zeit gerade seine Ausbildung als Frisör.
Schon vom ersten Tag an, als ich ihn bei meinem Frisör sah, war er mir sehr sympathisch, er war ein freundlicher Mitarbeiter. Das erste Mal kamen wir ins Gespräch als der Chef im Geschäft nach Hendrik rief und ich dachte, der Chef - wir kennen uns auch privat, da er ein Bekannter meiner Eltern ist - würde mich meinen. Ich wunderte mich zwar, dass er was von mir wollte, aber ich ging zu ihm hin. Er klärte mich auf, dass sein neuer Auszubildender auch Hendrik heißen würde und er nach ihm gerufen hätte. Als ich dann an der Reihe war u.a. zum Haare schneiden, sollte Hendrik mir etwas zu trinken bringen und die Vorbereitungen treffen. So kamen wir ins Gespräch. Wir unterhielten uns zunächst nur über dies und das, was bei uns in der Nähe so passiert.
Je öfter wir uns in dem Frisör-Laden trafen, umso mehr vertieften wir unsere Gespräche, so kamen wir auch schnell zu privaten Themen. Er erzählte mir von seiner Freundin, seinen oberflächlichen Problemen mit ihr, von seinen Freizeitaktivitäten und ich genauso von meinen. Unser Kontakt wurde mit der Zeit immer besser, so dass wir ihn auch auf die rein private Ebene ausbauten. Wir trafen uns und gingen gemeinsam weg, soweit es mir damals mit 10 bis später 11-jähriger möglich war wegzugehen. Wir wurden auf jeden Fall sehr gute Freunde, die sich viel anvertrauten. Hendrik passte auf mich auf.
Dann passierte es im April 2001 (wir kannten uns zu der Zeit fast zwei Jahre), morgens - an einem Sonntagmorgen - um halb sechs gingen bei uns die Sirenen. Ich hörte die Feuerwehr ausrücken. Noch am gleichen Tag erfuhr ich, dass es an dem Morgen ein paar Dörfer weiter von uns zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen war, bei dem eine junge Person verstorben sein sollte.
Der Wagen sei in einer Kurve mit überhöhter Geschwindigkeit aus dieser "geflogen" und sei dann gegen einen Baum geprallt. Eine männliche Person, der junge Fahrer des Kraftfahrzeuges und Fahranfänger sei noch an der Unfallstelle verstorben, eine weibliche schwer verletzt ins Krankenhaus gekommen. Vermutlich sei Alkohol, neben der überhöhten Geschwindigkeit für den Unfall ein weiterer Faktor gewesen. So stand es am nächsten Tag in der Regionalpresse. Ich war erschrocken, doch da wusste ich noch nicht, wer der Fahrer des Autos war. Anzeige:
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