| Manche Menschen sind für einen wie die Eltern |
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| Geschrieben von: Hendrik Hansen | |||||
| Freitag, 23. Mai 2008 um 04:23 Uhr | |||||
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Vor vier Jahren verstarb ihr Sohn, mein Cousin, der so ist, wie mein ganz großer Bruder. Meine Tante ist ein ganz besonderer Mensch in meiner Vita. Als ich ein Baby war, hat sie auf mich aufgepasst. Ich habe bei ihr das Laufen gelernt. Sie war es, die mich in den Arm nahm, wenn ich geweint habe. Sie hat mich getröstet. Ellen hatte immer Verständnis für mich. Einige haben gesagt, sie sei kalt. - Nein, Ellen, war nie kalt. Sie konnte nur nicht jedem ihre Gefühle so zeigen. Wenn es ihr schlecht ging, dann hat sie es geschluckt und lieber nichts gesagt. Bei Ellen habe ich nicht nur Laufen gelernt Ich habe eine kleine Narbe in der Mitte meiner Stirn. Man sah diese Narbe, als ich noch kleiner war, ganz deutlich. Jetzt sieht man sie nur noch, wenn ich im Sommer etwas Sonne abbekommen habe. Diese Narbe habe ich in ihrem Haus bekommen. Es war in der Zeit, in der ich laufen lernte. Ich habe es wohl etwas übertrieben beim Laufen, dabei bin ich dann, wie es für Kinder oft üblich ist, nach vorne gefallen. Leider war in meiner Fallrichtung eine Heizung. Auf diese bin ich dann gefallen und es hat geblutet. Meine Tante und meine Mom brachten mich dann zu einem Arzt, der die Stelle nähte. Diese Geschichte, die ich hier nur in Kurzform wiedergebe, höre ich noch immer und ich höre sie gerne. Bei meiner Tante habe ich gelernt, dass es keinen Weihnachtsmann gibt Ich glaube, ich war vier oder fünf. Meine Eltern wollten bei meiner Tante in den USA mit uns Kindern ein europäisches Weihnachten feiern, das heißt, der Weihnachtsmann kam schon am Heiligenabend zu uns Kindern. Da aber kein Weihnachtsmann aufzutreiben war, warum es auch immer so war, musste mein Paps in das Kostüm steigen. Leider hatte er vergessen, die Schuhe zu wechseln. Als der Weihnachtsmann hinein kam, erkannte ich sofort meinen Pa an den Schuhen und sagte: „Du bist nicht der Weihnachtsmann. Du bist mein Dad. Du hast seine Schuhe.“ Alle waren irritiert und meine Tante sagte zu mir: „Hendrik, das ist nicht Dein Paps, das ist der Weihnachtsmann. Er hat nur gleichen Schuhe an.“ Ich habe es nicht geglaubt und von da an wusste ich, es gibt den Weihnachtsmann nicht mehr. Über diese Geschichte haben wir, als ich älter wurde, noch oft gelacht. Du warst bei mir Sie hat mich damals auch mit meiner Mom und Dad voller Sorge in das Krankenhaus begleitet, als mit einem Fieberkrampf in meinem Kinderbettchen lag. Als ich älter wurde und an mir zweifelte, hast Du mir, Tante Ellen, gezeigt, dass es keinen Grund zu zweifeln an mir gab. Du hast mir verständlich gemacht, dass ich stark bin und dass ich es wert sei zu leben. Du kanntest die Probleme zwischen meinen Eltern. Wie so üblich in der Familie von Dad ist, Du bist schließlich seine Schwester, hast Du mich in den Arm genommen und getröstet, wenn es zu viel wurde. Du warst für mich da. Vor ein paar Jahren hast Du und in Deutschland besucht. Da kam dieser Mensch, der ein Problem mit Daddy hatte, wütend in unser Haus. Damals waren Du und Mom alleine im Haus. Ich kam nach Hause und sah diesen Menschen. Weißt Du, welche Angst ich um Euch in unserem Haus hatte? Ich rief die Polizei. Als den Mann ablenkte, musst Du Dich auf eine der Toilette geflüchtet haben, zum Glück. Mom konnte sich aus dem Haus retten. Kurz darauf kam die Polizei und nahm den Mann fest. Weißt Du, wie froh ich war, dass Du Dich auf die Toilette flüchten konntest. - Auch wenn Du die eine Sache nicht verstehen konntest, es war gut so, dass ich es tat.
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