Melly sieht das ganze ganz anders als Janina und schrieb:

Vor nun fast 9 Jahren lernte ich Hendrik kennen, der von Anfang an durch seine freundliche und überdrehte Art auffiel. Ich verstand mich auf Anhieb gut mit ihm, wie viele andere auch.

Leider verloren wir ihn ihm Juni 2004 an seine jetzige Ex-Freundin Rike. – Ja, es kann Liebe in dem Alter geben.
Auch wenn ich anfangs kein Fan von ihr war, so änderte dies aber nichts an unserer Freundschaft, auch wenn wir uns zeitweise kaum unterhalten konnten, weil Henne die Pausen eher auf den Fluren zwecks Telefonnummernbeschaffung verbrachte, als in der Klasse, oder später für die SV unterwegs war.
Aber das erste Verhalten legte er mit der Zeit ab und wurde ansatzweise erwachsen.
Er machte seinen Führerschein in den USA.
Wenn er auch sonst ein netter Mensch ist, so ist sein Fahrstil das Letzte. Dennoch haben sein Auto und der Fahrer ein besonderes Verhältnis: Sein Smart hängt an Henne, anders ist es nicht zu erklären, dass es immer gerade dann kaputt geht, wenn es verkauft werden soll.
Das kann man aber nicht zu dem Verhältnis von Henne zu den Autos seiner Eltern in den USA sagen. Diese Autos muss er hassen. Nie habe ich bei jemand erlebt, dass er so viele Unfälle hat, bei denen dieser nichts dafür kann, oft sogar gar nicht im Auto saß, sondern einfach nur in der Nähe des Autos war.

Weiteres Bild von HenneWeitere prägnante Verhaltensweisen sind das mit der Faust auf den Tisch schlagen und der Satz: „Das kann doch nicht sein!“

Während Henne Chemie zu seinem Lieblingsfach erklärte, fragt er sich heute noch, was Hausaufgaben überhaupt sind. Insofern sollte man hoffen, dass er niemals studieren wird, außerdem werden ihm dort seine Spickzettel (auf die er sich seit der Grundschule draufsetzte) nicht viel helfen.

Wer unseren Henne etwas näher kennt, wundert sich nicht über sein teilweise rätselhaftes Benehmen, nein, auch mit seinen Eßgewohnheiten stimmt etwas nicht.
Sei es, dass er Vegetarier seit seinem 11. Lebensjahr ist, die Apfelschorle ohne Apfelsaft, oder das Körnerfutter aus dem Reformhaus. Jeder normale Mensch würde das nicht essen, aber gesund macht fit und das braucht er anscheinend für sein langjähriges Hobby, dem Tennis.

Henne muss förmlich mit einem Tennisschläger in der Hand zu Welt gekommen sein.
Die arme Mutter, die er liebevoll Mom nennt, wird wohl vom Arzt, der auch sein Vater ist, gehört haben: „Schatz, du hast einen Tennisschläger und einen Sohn. Herzlichen Glückwunsch!“

Ansonsten ist Henne immer gut für einen SMS-Krieg zu haben, sowie als mein Sorgentelefon, wenn nicht gerade Rike beide Leitungen belegte.

Für die Zukunft wünsche ich unserem nach dem Abi mal angehenden Arzt alles Gute und dass wir noch lange in Kontakt bleiben werden.

Deine

Melly