Long time no see, long time no say, sagt man im Englischen.
 Seit über einem Jahr habe ich nichts mehr auf NYCHenne.com gebloggt und seit fast vier Jahren habe ich den Blog sträflich vernachlässigt.
Es ist wie so oft Im Leben, Dinge ändern sich, Prioritäten werden neu gesetzt. So war es wohl auch mit meinem, diesem Blog.

Sonnenuntergang über der Ostsee auf Fehmarn am Fährhafen Puttgarden

Jetzt soll es weitergehen, anders als früher, aber es geht weiter. Warum und wie, das möchte ich dir erklären.

Warum die Stille auf NYCHenne.com

Lasse mich doch mit „dem Warum“ (ich so still war) beginnen.
Du, der mich vielleicht schon seit vielen Jahren hier im Blog, auf Twitter, Facebook, oder sogar im Leben außerhalb aller sozialen Netzwerke verfolgt, weißt unter Umständen noch, was vor vier Jahren geschehen ist. – Wenn nicht, gucke einfach einmal in den Blog. Da ich so viel nicht geschrieben habe in letzter Zeit, ist es gar nicht so schwer zu finden. 😉

Ich möchte die wohl zwei wichtigsten Gründe nennen, warum ich das Bloggen auf „NYC-Hennes-Welt“ so vernachlässigt habe.

Gefühle konnten nicht mehr ausgedrückt werden

Der erste Grund hat damit zu tun, dass ich nach dem jemand anhand eines zu dem Zeitpunkt „alten“ Gedichtes dachte, ich habe vor den Freitod zu suchen und die Polizei rief (du kannst das hier noch einmal verfolgen), einfach blockiert war, persönliche Dinge über mich zu schreiben. Immer wieder stellte und stelle mir noch heute die Frage, was denn wäre, wenn wieder jemand ein an sich (aus meiner Sicht) harmlosen Text, missinterpretiert und es erneut zu einer Kette von Umständen kommt, die ich nicht beabsichtige.

Ich möchte meine Gefühle nicht verbergen, verdrehen, oder „weichspülen“, wenn ich etwas schreibe und mich mitteile.
Egal, ob meine Gefühle, die mich zu einem Text oder „Poem“ bewegen, positiv sind, was sie es seit dem fast immer waren, oder negativ.

Für mich ist schreiben, wenn ich es in dieser Form mache, auch eine Art der Therapie, Dinge zu verarbeiten und mich nach außen zu artikulieren. Mir fällt es schwer im direkten Gespräch jemanden zu sagen (egal, wie nahe er mir steht), was ich fühle, was ich mir vielleicht auch wünsche. Da ist es egal, ob es etwas „ganz tolles ist“, das ich fühle, oder ob ich gerade traurig oder depressiv bin.
Gefühle waren in meiner Familie kein oder ein anderes Thema.
Das heißt nicht, dass ich ohne Liebe aufgewachsen wäre. – Wenn du den Blog und mich kennst, dann weißt du, dass ich sehr viel Liebe, vielleicht oftmals auch zu viel Liebe erfahren habe.
Es war einfach so, dass wir nicht über Gefühle sprachen und, wie meine Granny mir schon als kleiner Junge sagte (frei im Deutschen wiedergegeben): „Als Junge weint man nicht. Man ist stark. Gefühle sind ein Zeichen für Schwäche, die einen angreifbar machen. Gefühle zeigt man nicht!“
Und sie meinte mit Gefühlen nicht nur „Trauer“, sondern jede Art dieser, die nach außen getragen werden.

Trauer

Ich habe das immer beherzigt (mache es noch immer) und wirklich und richtig weinend kennen mich seit dem nur drei Personen, die mir wichtiger sind als mein Leben – und eine davon ist mein Freund und Partner, aber auch dann muss ich starken seelischen Druck haben, dass ich weine. – Ich habe nicht einmal bei der Beerdigung meines Vaters in der Kirche oder auf dem Schiff geweint, obwohl mir danach war. –

Auf der anderen Seite ist die Freude, das Glück.

Ich glaube, ich kann auch dieses Gefühl nicht verbal und mit Gesten so ausdrücken, wie ich es mir wünsche oder es angepasst wäre. Vermutlich leiden darunter meine Mitmenschen, die mir nahestehen und diese Gefühle von mir erwarten. 
Das tur mir immer so leid, aber ich kann es nicht.
Ähnliches bei Mitgefühl. Ich habe es, für wahr, innerlich zerreißt mich so einiges, doch vis-a-vis einer Person, sei sie noch so nahe, kann ich dieses nicht ausdrücken.

Wenn ich so ein Gefühl ausdrücken soll, stehe ich dar, wie ein „Klotz“.

Doch aus diesem Grunde habe ich irgendwann das Schreiben für mich entdeckt. Schreiben half mir immer, meine (vor allem negativen) Gefühle auszudrücken.
Aber seit dem Vorfall 2013 wurde mir auch diese „Krücke“ irgendwie genommen.

Liebeschlösser - Ich liebe dich

Ich will niemanden mit meiner Selbst, meinen Problemen (noch so ein Fall, der sich wie die Gefühle verhält), oder meinen Gefühlen belästigen. Das wäre Schwäche und nicht nur das, im Falle der Belästigung würde ich mich wichtiger nehmen, als ich bin.
Jeder von uns hat irgendwelche Probleme. Wie könnte ich da einfach andere mit meinen Problemen belästigen.
Meine Probleme, so habe ich gelernt, sind da, damit ich sie alleine löse.
Ich löse lieber die Probleme anderer, als dass ich jemanden mit meinen belästige. Und ich tue das sehr gerne!

Spricht mich jemand darauf an, dann werde ich ablenken. – Jeder der mich kennt, der weiß das wohl auch. Wenn mir etwas unangenehm wird, dann suche ein anderes Thema, manchmal versuche ich witzig zu sein, manchmal finde ich irgendetwas anderes.

Schreibblockade

Jetzt rede ich doch wieder zu viel über mich, Gefühle und Probleme, statt schon längst zum zweiten Punkt gekommen zu sein, warum so wenig bis gar nichts erschienen ist.
Dies ist vielleicht einfacher und viel kürzer zu erklären.
Ich litt – vielleicht leide ich noch darunter, weshalb es zu einer „Neuausrichtung“ kommen wird, dazu gleich mehr – unter einer Schreibblockade.
Die Ereignisse im August 2013 haben mich blockiert. Ich wusste nicht mehr, was ich schreiben soll, auf der anderen Seite gab es auch, wie ich schrieb, nichts negatives.

Ich fühle mich sehr wohl und – auch wenn ich es vielleicht nicht so ausdrücken kann – ich liebe dich, Schatz. Und diese Liebe gibt mir sehr viel.

Siehst du, dieser Punkt war schnell abgehakt. Ich kann also auch „kurz“. 😉

Und wie geht’s jetzt weiter mit NYCHenne.com?

Prioritäten ändern sich und das wird wohl in diesem Blog geschehen.
Ich habe die Fotografie für mich entdeckt und weil ich damit vermutlich eher keine Missverständnisse auslösen kann, möchte ich, dich daran teilhaben lassen.

Ich habe einige Ideen, was ich im Blog präsentieren werde und kann.

Fotoblog

Bilder werden veröffentlicht werden, die ich gemacht habe, oder mache. Ich werde über Equipment schreiben und rezensieren, das ich benutze und vielleicht werde ich meine Leser, also dich, in Form des „Lernprozesse“ daran teilhaben, wie man fotografieren lernen kann – und es muss dabei nicht immer die DSLR oder spiegellose Systemkamera (DSLM) sein.

Giraffen-Skulptur vor Hagenbek

Dennoch werde ich dich weiterhin wieder an meinem Leben teilhaben lassen, werde über Technik, Musik, Leben allgemein und sicher auch LGBTQ-Themen, die mich und dich bewegen, schreiben.
Ich möchte aber auch Dinge hinter mir lassen, oder aussortieren, die ich, wie ich finde, nicht mehr in dieses Blog passen.

Nichts wird gelöscht

Ich werde nichts löschen, denn alles, was hier steht, gehört zu meinem Leben und ist mir wichtig. Doch man muss auch los lassen. Ich kann nicht gänzlich los lassen und ich will es auch nicht. 
Trotzdem muss man nicht über alles direkt „stolpern“. 
Das heißt, ich werde „Unterthemen“ des Blog, die man bisher direkt in der Navigation fand, einfach dort nicht mehr verlinken.
Damit bleiben die Seiten zwar im Blog vorhanden und wer den Link hat, kann sie aufrufen. Sogar Google wird sie weiterhin finden. 
Wer aber neu auf den Blog kommt, wird es nicht mehr mitbekommen, dass es diese Seiten gab.

Das betrifft vermutlich auch den „Punkt“ über mich, also „Das ist Hendrik“. 
Den Punkt wird weiter geben, aber dann in „abgespeckter Form“.

Student Hendrik

Ich würde mich freuen, wenn du meinem Blog wieder treu sein würdest und verspreche dir, dass es hier jetzt weitergeht. 
Mit einer kleinen Neuausrichtung, aber es geht weiter. 
Ich habe viele Ideen und mal gucken, welche dich davon interessieren und vertieft werden können.

Danke, dass du dies gelesen hast und danke für deine Treue!

Greetz
Dein

Autogramm von HoernRockz

 

 

 

 

 

🙂