Acer Aspire One 751 – Support in mindestens drei Akten [Update III]

Acer Aspire One 751 - Bitte den Bildquellenhinweis am Ende des Artikels beachtenVor einem halben Jahr bekam ich die Zulassung zum Studieren an meiner Uni und stand vor der Frage, welchen Computer nehme ich mit in den Hörsaal.
Nehme ich mein Apple MacBook Pro mit und riskiere vielleicht, dass es im Unialltag leiden könnte, oder kaufe ich mir ein günstiges, schickes Netbook mit einer installierten Windows-Version.

Die Updates findet ihr am Ende des Artikels

Ich entschied mich zunächst einmal ein Netbook zu kaufen und dieses mit in die Uni zunehmen.
Nachdem ich mich ein paar Tage informierte und durch die verschiedenen Geschäfte ging, viel mir das Acer Aspire One 751 in schwarzem „Klavierlack“ ins Auge.

Klein, handlich, leicht (rund 1,4 kg), mit einem Widescreen- Glossy- Display (11,6 Zoll, 1366 x 768 Pixel), Bluetooth, WLAN, einer Akkulaufzeit von rund 9 bis 10 Stunden und dem schwarzen, zunächst edelwirkendem Klavierlack kam es daher. Also genau passend, um es in der Uni immer dabei zu haben.

Ich bin ein Mensch, der nicht nach Ästhetik kauft…

…So kaufte ich mir das Acer Aspire One 751h für rund 450 Euro.

Zuhause angekommen machte das Acer Netbook zunächst einen guten Eindruck. Die Akkulaufzeit, die mir besonders wichtig war, schien zu stimmen und erfüllte voll und ganz meine Erwartungen.
Nur das vorinstallierte Windows XP Home SP3 schien mir etwas wenig und ich beschloss in nächster Zeit meine noch bei mir liegende XP Prof. SP3- Version auf das Acer Aspire One 751h zu installieren.

Doch nach wenigen Tagen im Test begannen die ersten Sorgen mit dem Netbook. Ohne ersichtlichen Grund fror das System ein und lies sich nur noch durch entfernen des Akkus und der Stromzufuhr wieder starten.

Da ich sowieso meine XP Prof.-Version auf das Acer installieren wollte, nahm ich das zur Gelegenheit und installierte dieses per USB, gleich dabei installierte ich ebenfalls die neuesten Treiber, die ich mir von den Acer-Support-Seiten lud.

Doch damit war es nicht getan, das Acer fror noch immer ohne Grund beim Arbeiten und Surfen ein.
Also schrieb ich an den Support von Acer, was man machen könne.

Der Acer – Support erster Akt

Computer in Ice - Bitte den Bildquellenhinweis am Ende des Artikels beachtenVon diesem bekam ich auszugsweise die folgende Antwort, die mir offenbar noch zum Verhängnis hätte werden können:

(…) Stellen Sie bitte vor allen weiteren Fehleranalyse-Maßnahmen sicher, dass die neueste Biosversion für dieses Gerät installiert wurde (zu finden auf support.acer-euro.com).
Stellen Sie bitte außerdem sicher, dass sämtliche Treiber in der jeweils neuesten Version installiert sind (für Ihr Gerätzugelassene Versionen finden Sie auf support.acer-euro.com). (…)

Die Treiber waren nach dem Update bereits die neuesten, nur beim BIOS wusste ich es nicht.
Also sah ich auf den Acer -Seiten nach und verglich das dort genannte mit dem BIOS auf meinem Acer Aspire One 751, beide waren allerdings die gleichen.

Da das Netbook jetzt schon eine Zeitlang im Einsatz war und ich einige meiner Daten des Studiums auf diesem hatte, beschloss ich, das Problem weiter zu beobachten, forschte im Internet nach dem Fehler, fand dabei heraus, dass dies ein Serienfehler zu sein scheint und ggf. in den Semesterferien das Aspire One 751 zur Reparatur bei Acer einzuschicken. Gleichzeitig hielt ich den Tipp mit dem BIOS-Update des E-Mail-Supports von Acer im Auge.

Der Fehler bleibt, es wird schwarz

Bis zum Ende des Wintersemesters blieb leider der Fehler mit dem Einfrieren bestehen, so dass ich mich entschied, das Netbook einzusenden, vorher wollte ich aber noch einmal auf den Acer-Support-Seiten nachsehen, ob es ein Update meines BIOS gebe und tatsächlich, Acer hatte ein Update veröffentlicht.

Da es sich scheinbar um einen Serienfehler mit dem Einfrieren handeln könnte, nahm ich an, dass unter Umständen das Update den Fehler beheben könnte und wie mir der Support zuvor riet, aktualisierte ich das BIOS. – Hätte ich das mal nicht getan, möchte ich heute sagen, denn während des Updates fror das Netbook Acer Aspire One 751 wieder ein und danach blieb der Bildschirm schwarz.

„Kein Problem“, war mein Gedanke, „ich habe laut Acer ein Jahr Herstellergarantie und das wird dieser dann schon richten“, so ich beschrieb den Fehler über das Onlineformular auf den Seiten von Acer dem Support.

Da ich mir sicher war, dass ich das Netbook einsenden müsse, aber die Daten auf der Festplatte nicht mehr sichern konnte und dort auch Daten drauf sind, die nicht aus der Hand geben möchte, kündigte ich in dem Schreiben dem Support auf Grund der sensiblen Daten an, dass ich die Festplatte entfernen werde.


Acer – Support zweiter Akt

Onlineauftragsstatus Acer Aspire One 751hAuf meine Anfrage erhielt ich zwei Tage später am 08. Februar 2010 eine RMA-Nummer und die Anschrift der von Acer zur Reparatur beauftragten Firma Regenersis GmbH in Sömmerda.

Ich möchte das Netbook Acer Aspire One 751 auf meine Kosten und verfolgbar nach Sömmerda senden, stand dort weiterhin als Anweisung.

Dies tat ich auch und sendete am 09. Februar 2010 das Netbook per Deutsche Post/DHL als Paket zu Regenersis, Sömmerda.
Da ich nichts Gegenteiliges in der E-Mail des Acer Supports stand, entnahm ich die Festplatte.

Bereits am 10. Februar kam mein Paket in Sömmerda an und wurde laut Tracking der Deutschen Post/DHL von Regenersis angenommen.

Acht Tage hörte ich anschließend nichts mehr von meinem Acer Aspire One 751.
Auf der Seite, die Acer anbietet, um die Reparatur zu verfolgen, stand nur „In Reparatur“ als Status für das Netbook.

Acer – Support dritter Akt oder das erste Mal Kontakt mit Regenersis

Wie erwähnt, acht Tage hörte oder las ich nichts mehr von Acer.
Am 18. Februar 2010 erhielt ich allerdings einen Brief von der Acer Computer GmbH, Ahrensburg, darin befand sich im Auftrag der Firma Regenersis GmbH, Sömmerda ein Kostenvoranschlag über 238,12 Euro inkl. 19% MwSt.

Einen Kostenvoranschlag?

Acer-Schreiben vom 16.02.2010Ich fragte mich, wieso dieser kam und fand in dem Schreiben kleingedruckt die Begründung:

„Notebook getestet, ist durch Fremdeingriff mechanisch beschädigt – Keine Garantie

Mir gingen die Fragen: „Keine was? Fremdeingriff? Mechanisch beschädigt?“, durch den Kopf und „Das kann doch nicht sein! Ich habe nicht in das Netbook eingegriffen.“

Sogleich beschloss ich diesem zu widersprechen.

In dem Brief mit dem Kostenvoranschlag stand u.a. eine E-Mail-Adresse der Regenersis GmbH und dessen Fax-Nummer.

Ich suchte mir noch die Fax-Nummer und E-Mail-Adresse der Acer Computer GmbH, Ahrensburg heraus und schickte beide eine E-Mail, wie auch Fax mit meinem Widerspruch, der Darlegung der Tatsachen, inkl. dem Vorgeschehen, dem Kontakt mit dem Support zu vor und der Bitte um Erklärung, wie man auf den Schluss gekommen sei, dass ich in das Gerät eingegriffen hätte.

Regenersis erster Akt – Die Kulanz

Support wie er mal war - Bitte beachte die Bildquellenhinweise am Ende des ArtikelsAm 19. Februar erhielt ich von Regenersis eine E-Mail, dass man den Fall noch einmal überprüft habe und man auf Kulanz das Netbook reparieren werde.

Allerdings müsste ich mich etwas gedulden, da das benötigte Ersatzteil nicht vorrätig sei.

- Aha, Kulanz, obwohl ich aus meiner Sicht nichts getan habe, was gegen eine Garantie widersprechen würde und da das Notebook noch in den ersten sechs Monaten der Garantie liegt, sollte Acer mir einen Fehler beweisen müssen. Aber auch mit einer Kulanz kann ich leben, denn ich möchte dieses Netbook nur repariert wieder haben. -

Von Acer bekam ich keine Antwort.

Auf Grund des Kostenvoranschlages und der Beschreibung „MAINBD.ZA3.W/CPU.V-E3H.3G/BT“ gehe ich davon aus, dass es sich um das Mainboard handeln wird, welches defekt ist und nicht bei der von Acer zur Reparatur beauftragten Firma Regenersis vorrätig ist.

Regenersis zweiter Akt – oder es ist nicht lieferbar

Heute (04. März 2010) warte ich wieder vierzehn Tage, ohne etwas von meinem Netbook Acer Aspire One 751 zu sehen, zu hören, oder zu lesen, also dachte ich mir, frage ich noch einmal per E-Mail bei Regenersis in Sömmerda nach, was mein Netbook macht.

Leider bekam ich die für mich enttäuschende Antwort, dass das Ersatzteil noch immer nicht vorrätig sei, man mir auch nicht sagen könne, wann es wieder auf Lager sei und wann ich das Netbook zurückerhalte.

Ich gebe zu, ich habe nicht das Wissen, wie viel Ersatzteile ein Unternehmen, das von einem Hersteller zur Reparatur seiner Geräte beauftragt wird, vorrätig hat und ich weiß auch nicht, wie lange eine Beschaffung eines solchen Gutes dauern kann. Aber aus Sicht des Verbrauchers – und das bin ich – ist es mir unverständlich, wie es sein kann, dass ein Gut, welches offenbar nicht selten verschleißt, nicht auf Lager sein kann und man Wochen warten muss, bis man sein Gerät zurückerhält.

Wird Acer sich äußern?

Warten auf Antworten - Bitte Bildquellenhinweise am Ende  des Artikels beachtenIch habe heute erst einmal erneut Acer in Ahrensburg per Fax angeschrieben und sie gebeten, doch bitte an ihren Partner das Ersatzteil zu senden.

Ich bin jetzt gespannt, ob ich dieses Mal eine Antwort von Acer erhalte und wie lange mein Netbook sich noch in Reparatur befindet. Sollte es mich doch noch erreichen, bevor ich mein Medizin-Studium abgeschlossen habe, werde ich euch bestimmt an dieser Stelle berichten, wie es ausgegangen ist.

Resümee

Aber eines steht für mich persönlich auch fest, dieses war mein erstes Acer-Produkt und wohl ganz sicher auch mein letztes.
Entweder nehme ich jetzt doch mein Apple MacBook Pro mit in die Uni, oder aber ich werde mir ein Netbook von Sony kaufen, denn daher kamen meine Notebooks vor meinem Mac und dort hatte ich nie Probleme mit dem Support.

Bitte beachtet die Updates, vor allem Update II!

Update I, vom 05. März 2010

Das Internet ist schon ein komisches bzw. sonderbares Medium, oder ist eine typische Eigenart des Deutschtums?

Gestern habe ich diesen Artikel auf unseren Seiten veröffentlicht. Keine 18 Stunden später habe ich auf meiner Webseite schon Besuch eines Mitarbeiters der Firma Regenersis gehabt.

Woher ich das weiß? – Ich kann dies anhand der Logs zu meiner Webseite sehen. Über den “Webmailer” der genannten Firma fand heute um 14:58 ein rund acht minütiger Besuch unserer Webseiten statt.

Da der Aufruf über den Webmailer mit dem einem direkten Link zu diesem Artikel zu finden ist, darf man wohl annehmen, dass jemand so nett war, und der Firma gleich das Anliegen per E-Mail zu gesandt hat.

Und da bin ich dann beim “Deutschtum”.
Ich nehme jetzt einmal nicht an, dass der Link zu diesem Artikel in der Absicht der Freude und als eine Mildtätigkeit an die Firma gesandt wurde, sondern wohl eher, um mich als Schreiber, aus meiner Sicht, anzuschwärzen und was für ein “böser” Mensch ich doch bin, dass ich mir erlaube, über meine Odyssee mit meinem Netbook zu berichten.

Ich bin gespannt, wie es nun weitergeht und halte euch auf dem Laufenden.

Update II, vom 05. März 2010

Das Internet ist schon ein komisches bzw. sonderbares Medium, aber nicht selten auch ein positives…

Ich muss meinen Absatz in ersten Update zurücknehmen und bedanke mich bei dem Übermittler an Regenersis.
So eben erhielt in meinem privaten E-Mail eine Nachricht von des Herrn Sattler, seines Zeichen Plant Manager bei Regenersis, Sömmerda.

Ich möchte ganz kurz in einem Auszug zitieren:

Wir bedauern, dass Sie solange warten müssen,können aber den Zustand nicht ändern da wir aufdie Belieferung mit Ersatzteilen angewiesen sind,und die Mainboards (wie Sie sicher wissen)alle aus Asien kommen.Die gute Nachricht ist, dass Ihr Gerät bei unsauf Priorität 1 steht und nach Eingang der nächsten Lieferung,die wir am 08.03. erwarten, sofort repariert und ausgeliefert wird.Also werden sie ihr Gerät nächste Woche wieder zurück bekommen, wenn uns der Mainboardhersteller wie angekündigt beliefert.“

An dieser Stelle fehlen mir ein wenig die Worte, aber ich bin dem Herrn Sattler sehr dankbar und möchte Ihnen auch danken, dass Sie/er sich meines Problems angenommen haben/hat und so unkompliziert regeln konnte/n.

Und wenn man mir das auch so erklären kann, warum ein Ersatzteil nicht verfügbar ist, kann ich es auch verstehen.

Update III, vom 10. März 2010

Wie von dem Herrn Sattler versprochen wurde mein Netbook gleich am Montag, den 08. März repariert und mit dem neuen Mainboard per UPS an mich gesendet.

So wie ich gerade erfahren habe, soll das Acer Aspire One 751h bei uns für mich bereit liegen, so dass ich es heute Abend, wenn ich nach Hause komme, gleich in Betrieb nehmen kann.

Und nicht nur, dass das Mainboard gewechselt wurde, es hat jetzt auch eine “stärkere” CPU verbaut.
Standardmäßig ausgeliefert wird (wurde?) das AAO 751h damals mit einem Intel Atom Z520-Prozessor mit 1,33 GHz, wenn der Lieferschein richtig ist, dann arbeitet jetzt ein Intel Atom Z530-Prozessor mit 1,6 GHz auf dem neuen Mainboard.

Für diese Leistungssteigerung möchte ich mich bedanken und freue mich, heute Abend das Acer Netbook auszupacken und das erste Mal wieder in Betrieb zu nehmen.

Noch einmal vielen Dank an den Betriebsleiter Herrn Sattler, der Regenersis GmbH in Sömmerda, dass er sich meinem Problem angenommen und derartig erfreulich für mich gelöst hat.

Bildquellenhinweise (in der Reihenfolge, wie sie im Artikel erscheinen):
Flickr: IFA Berlin vom Nutzer Numarama.com
steht unter Creative Commons License by 2.0
Flickr: Computer vom Nutzer Jbrons steht unter Creative Commons License by 2.0
Onlineauftragsstatus Acer Aspire One 751h NYC-Hennes-Welt
Scan des Kostenvoranschlag NYC-Hennes-Welt
Flickr: Computers vom Nutzer VFlower steht unter Creative Commons License by NC 2.0
Flickr: Aspire One A110 15 vom Nutzer louisvolant steht unter Creative Commons License by NC-SA 2.0



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Über Hendrik Hansen

Ich bin der Besitzer, Eigentümer, Chefredakteur, was auch immer, dieses Blog. Mehr zu mir erfährst du im Punkt "Hendriks Welt" ;)
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Kommentare
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  • Dieter Erbe 29. April 2010 at 01:38

    Ich habe auch so ein Teil gekauft. Nach 8 Monaten hatb das Netzteil einen Wacklekontakt. Nachdem ich über eine halbe Stunde über die Hotline versucht habe das Unternehmen zu erreichen (kostenpflichtig), ging ich über das Internet per Mail. Am anderen morgen Antwort; ich solle das Netbook einschicken, zu meinen Lasten und die Daten sichern. Na prima in der Garantiezeit ein Fehler und den Transport selber bezahlen. Na gut mal sehen wie es weiter geht.

  • Hendrik H. 29. April 2010 at 01:36

    Die musste raus, weil dort wirklich sensible Daten drauf waren (und damit meine ich nicht meine Daten von wegen Anschrift, Kontodaten und so weiter), die (a) nicht für dritte bestimmt sind und (b) die ich nicht mehr löschen konnte. – Wie auch ohne Zugriff auf das System…

    Normalerweise wären die Daten da nicht mehr drauf gewesen, aber dazu verließ mich zu schnell das AAO 751. Das hatte ich dem Support aber auch angekündigt in meiner E-Mail.

    Aber jetzt wird ja alles gut. :)

    Bei mir ließ man es nicht abholen. Ich musste es einsenden.

    Greetz

    Henne

  • Colin 29. April 2010 at 01:35

    Ganz im Ernst, was nimmst du auch die Festplatte raus xD Total unnötig ;)

    Ich hab mein Acer Aspire Notebook auch mit Fehlern behaftet gehabt, der fror auch ein! Und ich konnte den einfach einschicken, die ließen den mit UPS auf ihre Kosten abholen =) Und die Festplatte hab ich drin gelassen :D Waren sogar jedes mal noch alle Daten drauf gewesen.