Cin King – Eine Automarke, die smarte Innovationen schafft? (Update)

Cin King Motors Screenshot der Homepage www.cin-king.comIn den letzten Tagen bekam ich die Autozeitschrift “AutoBild” Ausgabe-Nr. 09/2008 in die Hand, in der ich auf Seite 39 eine ganzseitige Anzeige der Firma “Cin King”.

“Cin King” stellte ein dort ein Auto vor, das sich “Slim Jim” nennt.Diese Auto ist nicht besonders innovativ auf dem ersten Blick und schon gar nicht schön, aber genau das hielt mich wohl an dieser Anzeige.

Ich las sie durch und war am Ende noch verwunderter.

Cin King das Modell Man sitzt in diesem Auto nicht nebeneinander sondern, sondern Rücken an Rücken. Das soll es zwar schon ein mal gegeben haben, aber das war längst vor meiner Geburt. So ist klingt das schon für mich eigentümlich.
Noch komischer klang für mich der Text, dass der Wagen mit einem Elektromotor laufen würde, der ab 15.400 Umdrehen dann auf 4,3 l-Dieselantrieb umschalten würde.
Der Motor nagelt noch so richtig satt, wie man sich eben heute ein Motorgeräusch als echter Autofan wünscht, auch wenn er Passanten eher nerven würde.

Man muss auch nicht wenden mit dem Wagen, denn man setzt sich einfach auf die andere Seite des Wagen. Das wäre auf jeden Fall innovativ.

Der “Slim Jim” verbraucht auch nur 9,6 Liter Diesel auf 100km bei 90km/h Spitze.
Innovativ auch, dem Auto fehlt gänzlich jede Art von Kofferraum, oder gar guter Verarbeitung.

Doch, so frage ich mich, wer mag hinter diesem Konzept stecken?

Zum Glück wird in der Werbung eine Internetseite angegeben (http://www.cin-king.com/ -mittlerweile leider nicht mehr aktiv).

Also schnell ans Notebook, was sich hinter der Seite verbirgt.

Screenshot des Circular 360 von der Internetseite www.cin-king.com der Cin King MotorsAber auch das bringt nicht die Lösung, sondern verwirrt mich nur noch mehr, denn auf der Seite finden sich weitere Innovationen, wie ein Tretauto, oder ein Auto mit 360° Blick.

Das Impressum führt auch nicht weiter, sonder verweist auf eine erdachte Firma in Brasilien.
Natürlich ist das Satire, doch wer mag dahinter stecken.

Wenn man einmal eine google-Suche bemüht wird man diese Frage immer wieder finden.
Im Automobil-Blog wird vermutet, dass die Daimler-Marke Smart dahinter stecke. Doch ist sie es wirklich?

Ich fand im Internet dazu keine Antwort.
Witzig ist die Sache auf jeden Fall und ich kann nur den Tipp geben, sich einmal “Cin King Motors” anzusehen.

Und sachdienliche Hinweise, wer hinter Cin King Motors steckt, bitte in unserem Forum hier.


Die Auflösung

Uns gab in unserem Forum ein Besucher unserer Seiten (hier) mit dem Nick “Bottel” indirekt die Lösung, oder besser den sachdienlichen Hinweis, um den wir baten.
Wir möchten auf der Homepage von “Cin King Motors” doch oben rechts den gelben blickenden Button (Kasten) klicken.

Da die Neugierde natürlich da war, bin ich sofort auf die Webseite von “Cin King Motors” und habe auf den jetzt so schön wackelnden, blinkenden Kasten geklickt und bin dort gelandet, wo man auch schon annehmen konnte zu landen.

Es wird eine Flash-Seite der “Daimler AG” bzw. “Mercedes Benz” Automarke “Smart” geöffnet.
Auf der es schon beim Laden “think smart”, dem Werbespruch der Firma “Smart” erscheint.

Diese Auflösung gibt “Smart” laut einem Bericht von “Spiegel Online” (hier) seit Dienstag, dem 04. März 2008 auf den “Cin King Motors” Seiten.

Es handelte sich also, wie anzunehmen war, um “virales Marketing” von “Smart”.

Doch warum dieser Schritt?

Eine solche Werbung erregt in einer ganz bestimmten Zielgruppe, eine ganz bestimmte Aufmerksamkeit und führt zu einem “Spannungsbogen”, wer denn hinter einem solchen Projekt stecken mag.
Die Zielgruppe bleibt an dem Produkt daran.

Damit schafft man in einem gewissen Umfang eine Sympathie , besonders wenn eine Werbung wie die für “Cin King Motors” humoristisch und charmat erstellt wurde, für das Endprodukt.

Mit dieser Werbung im Internet, wie Smart sie nutzte, erreichte die Marke nach eigenen Angaben im “Spiegel Online”-Bericht eine Zielgruppe, die sie sonst durch klassische TV-Werbung nicht erreichen könnte, nämlich jene, die selten Fernsehen sieht.
Es ist die Gruppe der Internetnutzer.

Weiterhin ist virales Marketing in der Regel kostengünstiger, als konventionelle Werbung.
Laut dem in “Spiegel Online”-Bericht zitierten “Smart”-Markenchef Anders Jensen hat diese Werbung “Smart” maximal 20 Prozent einer konventionellen Marketingstrategie gekostet.

Allerdings werde es in nächster Zeit kein weiteren Zugriff auf “Cin King Motors” geben, so der Markenchef.

Man hat sich zwar aus Seiten von “Smart” die Markenrechte vorsichtshalber gesichert, es ist aber nicht damit zu rechnen, dass man in nächster Zeit den “Slim Jim” mit seinem rüstigen Elektro-Dieselmotor, den “360 Cirgular” mit seinem 360°-Rundumblick, oder das “Naked Wonder” mit seinem Tretautoantrieb auf unseren Straßen sehen wird.

Schade eigentlich!


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Über Hendrik Hansen

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